Hardware-, Software-, Netzwerk-Probleme
Rechner fährt nicht herunter *Win9x/ME*
Programme im Hintergrund
Netzwerkprobleme
Netzwerktreiber NDIS. VXD
Hardware und Treiber verhindern Herunterfahren
Unter Win98(SE) und ME fährt der Rechner schneller herunter als unter Win95
Konfliktforschung
Power Management
Plug & Play (I)
Plug & Play (II)
| SHUTDOWN-Probleme: Software und Netzprobleme verhindern Herunterfahren | ||
Oft schaltet sich Win95/98/ME nach dem Herunterfahren nicht automatisch aus, sondern bleibt etwa bei der Meldung Windows wird heruntergefahren einfach stehen. Je nachdem, wie viel Zeit und Geduld der Anwender hat, lässt er Windows gemächlich weiter (nicht) herunterfahren. Manchmal klappt's ja doch noch. Oft ist aber der gewaltsame Abbruch unumgänglich, was beim nächsten Start mit einem zeitaufwendigen Scandisk-Plattencheck bestraft wird. |
Wenn Windows, herunterfährt, beendet das System alle bislang nicht
abgeschlossenen Speichervorgänge und leert den Platten-Cache. Danach werden noch offene
Programme geschlossen, auch diejenigen im Hintergrund, etwa Virenwächter oder Taskplaner.
Zum Schluss setzt das System alle Treibervom Protected Mode in den Real Mode zurück.
Anschließend sollte sich der PC ausschalten. |
Es kommen sowohl Software- als auch Hardware-Probleme in Frage, Bei Hardware- und Treiber-Problemen erscheint der Fehler meist vom ersten Tag an und lässt sich in der Regel auch durch Neuinstallation nicht beheben. Die nachfolgend beschriebenen Software- oder Netzwerkprobleme behindern Windows beim Herunterfahren hingegen meist erst nach einiger Zeit. |
| Problem | Ursache | Lösung |
| Programme im Hintergrund. | Wenn Windows ein Programm beim Herunterfahren nicht schließen kann, bleibt das System oft hängen. Vor allem Programme, die beim Systemstart geladen werden und im Hintergrund laufen - etwa Virenwächter -, machen Windows zu schaffen. |
Solche Programme kannst Du vorübergehend mit dem Windows-TooI MSCONFIG.EXE deaktivieren. Rufe das TooI über "Start, Ausführen" auf, und wähle die Registerkarte "Autostart". Entferne alle Häkchen, und starten Sie den PC neu. Fährt Windows danach normal herunter, kannst Du die Programme einzeln wieder aktivieren, um den Störenfried ausfindig zu machen. Analog dazu solltest Du auch alle Programme überprüfen, die über "Start, Programme, Autostart" geladen werden. |
| Netzwerkprobleme | Auch Netzwerkeinstellungen können den normalen Shutdown verhindern. | Prüfe unter den "Eigenschaften " der Netzwerkumgebung die
"Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft Netzwerke". Ist der Eintrag
"LM-Dienst" auf "Ja" gesetzt, ändere den Wett auf "Nein".
Der "LAN Manager-Client" ist ohnehin nur erforderlich, wenn der (längst
ausgemusterte) LAN Manager von Microsoft im Netz benutzt wird. Auch verträgt Win95/98/ME
nur eine gewisse Anzahl mit Laufwerksbuchstaben verbundener Netzwerkpfade (die Du mit
"NET USE" oder über "Netzlaufwerk verbinden" einrichtest). Microsoft
nennt acht Verbindungen als Maximum. Es ist einen Versuch wert, zu testen, ob der Shutdown
möglich ist, nachdem alle Netzlaufwerke getrennt worden sind. Wenn das hilft, solltest Du
stets vor dem Systemabschluss die Laufwerke trennen. |
| Netzwerktreiber NDIS. VXD | In seltenen Fällen kann ein fehlerhafter Netzwerktreiber NDIS. VXD das automatische Abschalten verhindern. | Suche mit MSCONFIG.EXE unter "Statische VXDs" den Eintrag
"NDIS", und deaktiviere den Treiber. Falls das Problem behoben ist, findest Du
unter: |
Notlösung: Sollten diese Tipps das Problem nicht
beheben, wird folgenden Trick empfohlen. Schreibe eine Batchdatei - z.B.: Quickstop.bat -
mit der Zeile rundll32.exeshell32, SHExitWindowsEx 1 |
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| Hardware und Treiber verhindern Herunterfahren | Hast Du mit dem Problem auf Deinem PC von Anfang an zu tun gehabt und/oder lässt es sich durch die Methoden aus dem vorigen Tipp nicht beheben? Dann liegt die Ursache wohl in einer fehlerhaften Ressourcen-Vergabe, einem Hardware-Treiber oder Konflikten mit dem Power Management. |
Hier hilft nur Ausprobieren - wir beginnen mit den einfachsten Möglichkeiten.
Für Win98SE findest Du unter: Ersetze möglichst sämtliche Treiber durch die neuesten Versionen. Du findest diese auf den Internet-Seiten der Hardware-Hersteller - meist unter dem Stichwort "Support" |
| Unter Win98(SE) und ME fährt der Rechner schneller herunter als unter Win95 | Dabei kann es vorkommen, dass Abläufe durcheinander geraten, weil das System nicht genug Zeit hat, den Cache-Inhalt auf die Festplatte zu schreiben. | Starte deshalb MSCONFIG.EXE. Unter "Allgemein, Erweitert" findest Du die Option "Schnelles Herunterfahren deaktivieren". Setze ein Häkchen neben diese Option, und starte den Rechner neu. |
Konfliktforschung: Mit folgenden Tipps solltest Du vorsichtig umgehen. Probiere jede Einstellung einzeln aus, und setze sie - sofern untauglich - sofort wieder zurück. |
Jeder dieser Lösungsansätze verlangt einen Neustart des Rechners. |
Prüfe zunächst, ob zwischen den installierten Hardwarekomponenten Konflikte
bestehen. Starte dazu MSINFO32.EXE und hier den Zweig "Hardwareressourcen".
Unter "Konflikte/Freigabe" erhälst Du Infos über Konflikte, die Windows von
sich aus erkennt. Auch wenn MSINFO32.EXE keine Konflikte meldet, solltest Du
sicherheitshalber noch unter "IRQs" und "E/A" nach doppelt belegten
Interrupts oder I/O-Anschlüssen suchen. Sollten zwei Karten denselben IRQ belegen,
schalte eine davon im Geräte-Manager (unter "Systemsteuerung, System") ab,
indem Du dort deren Eigenschaften aufrufst und das Häkchen vor "In diesem
Hardwareprofil deaktivieren" setzt. Starte den PC neu, und fahre ihn anschliessend
wieder herunter, um zu sehen, ob das Problem gelöst ist. Ist das der Fall, solltest Du
versuchen, die deaktivierte Karte in einen anderen freien Steckplatz zu befördern, damit
ihr das Bios einen freien IRQ zuweist. |
| Power Management | Eine weitere Fehlerquelle liegt im Power Management. | Sowohl die APM- als auch die ACPI-Unterstützung lässt sich im Geräte-Manager über "Eigenschaften" > "In diesem Hardwareprofil deaktivieren" und "Unterstützung für Advanced Power Management" abschalten. |
| Plug & Play (I) | Bei älteren Hauptplatinen klappt manchmal die Plug&Play-Konfiguration nicht. | Prüfe im Geräte-Manager nacheinander folgende "Systemkomponenten", und deaktiviere einzeln: "PCI-Bus, IRQSteuerung, IRQ-Steuerung verwenden" und "Plug & Play BlOS, Einstellungen, NVRAM / ESCD-Updates". Wenn Du bei einer dieser Komponenten den Fehler findest, solltest Du ein Bios-Update probieren. |
| Plug & Play (II) | Windows hat Probleme mit dem Plug&Play-BIOS. | Hat auch ein Bios-Update nichts genützt, kannst Du Windows komplett verbieten, auf das Plug&Play-Bios zuzugreifen. Wechsle dazu nach dem Rechner-Start mit <F8> sofort in den DOS-Modus, und deaktiviere mit "ren %winbootdir%\system\bios.vxd bios.vx_" den virtuellen Treiber. Künftig kümmert sich Windows selbst um das Thema Plug & Play. |
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