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DSL-Fragen


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Stand: 23.12.2009
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Fragen zu T-DSL

Was bedeutet ADSL eigentlich?
ADSL steht für "Asymmetric Digital Subscriber Line" (etwa: Asymmetrische digitale Anschlussleitung). Asymmetrisch deshalb, weil sich die Bandbreite zum Hochladen ("Upstream" oder auch"Upload" in Senderichtung) und die zum Herunterladen ("Downstream" oder auch "Download" in Empfangsrichtung) unterscheiden. Dabei wird dem Downstream eine wesentlich höhere Bandbreite zugewiesen, da der Benutzer gewöhnlich mehr herunterlädt als er hochlädt. Wird beiden Kanälen die gleiche Bandbreite zugewiesen, spricht man von SDSL (Symmetric Digital Subscriber Line). Neben ADSL sind noch weitere DSL-Techniken in der Entwicklung, wie beispielsweise HDSL und VDSL.

Was ist der Unterschied zwischen ADSL und T-DSL?
T-DSL ist der Produktname der Deutschen Telekom für Anschlüsse, die auf ADSL (oder anderen DSL-Techniken) basieren.

Wie schnell ist T-DSL?
Ein T-DSL Anschluss ermöglicht in Empfangsrichtung (Downstream) eine maximale Datenübertragung von 768 kbit/s (das entspricht ca. 93,75 KByte/s). Die maximale Datenübertragung in Senderichtung (Upstream) beträgt 128 kbit/s (das entspricht ca. 15,6 KByte/s). Zum Vergleich: ISDN ohne Kanalbündelung bietet bis zu 64 KBit/s in Up- und Downstream. Zusätzlich werden mit zunehmender Verbreitung der ADSL-Anschlüsse auch spezielle, breitbandige Angebote entstehen, die dann nur noch mit ADSL sinnvoll nutzbar sind.

Es gibt noch schnellere Übertragungsstandards wie etwa HDSL und VDSL. Ist ADSL nicht eigentlich schon veraltet?
HDSL überbrückt derzeit nur Entfernungen bis zu maximal 650 Meter und ist für öffentliche Telefonnetze nicht geeignet, sondern eher ein Übertragungsstandard für Firmennetzwerke. Der VDSL-Standard und die dafür notwendigen Gerätschaften haben noch nicht Serienreife erlangt. Außerdem können auch mit VDSL derzeit nur Entfernungen unter 2 km überbrückt werden.

Was ist der Unterschied zwischen T-DSL und T-Online dsl flat?
T-DSL ist der Produktname der Deutschen Telekom für Anschlüsse, die auf der ADSL-Technologie basieren. Der Tarif T-Online dsl flat für nur 25,- Euro im Monat wird von T-Online angeboten und kann nur sinnvoll zusammen mit dem T-DSL Anschluss der Deutschen Telekom genutzt werden.

Welche T-Online Tarife kann ich wählen, wenn ich T-DSL verwende?
Sie können alle von T-Online angebotenen Tarife (T-Online eco, T-Online by call, usw.) auch mit einem T-DSL Anschluss nutzen.

Wie muss mein PC ausgerüstet sein, um T-DSL nutzen zu können?
Sie benötigen eine Netzwerkkarte (Ethernet, 10-Base-T, 10 MBit/s mit RJ45-Anschluss), diese muss mit funktionsfähigen Treibern im PC installiert sein. Ein Kabel mit RJ45-Steckern beidseitig für die Verbindung zwischen Ethernet-Karte und T-DSL-Modem (NTBBA) wird mitgeliefert. Wollen Sie ein eigenes verwenden, etwa weil das mitgelieferte zu kurz ist, dann benötigen Sie ein Kabel mit folgenden Charakteristika: UTP, Kategorie 3, 4 oder 5, Stecker beidseitig RJ45, Beschaltung: 1:1. Letzteres bedeutet, dass die Pins 1, 2, 3 und 6 beider Stecker durchverbunden sein müssen, die Pins 4, 5, 7 und 8 dürfen nicht beschaltet sein! (Das ist allerdings auch Ethernet-Standard).

Auch das T-DSL-Modem wird von der Deutschen Telekom bereitgestellt, ebenso wie der für die Trennung der Telefon- und Datenkanäle benötigte Splitter.


Obwohl ich alle Kabel und Geräte angeschlossen habe, kann ich mich nicht einwählen. Wie finde ich den Fehler?
Sie können die korrekte Installation Ihrer T-DSL Komponenten einfach testen, indem Sie den "T-DSL Installationsprüfer" ausführen. Die Installationsdatei für dieses Tool ("TDSLSetup.exe") finden Sie hier. Wenn Sie noch mit Windows 95 arbeiten, benötigen Sie die Datei "TDSLSetup_Dune13.exe", die sie hier finden. Nach der Installation finden Sie im Windows Start-Menü unter "Programme | T-Online | T-DSL Treiber" den Eintrag "T-DSL Installationsprüfer".

Warum bricht meine T-DSL Verbindung seit kurzem ständig zusammen?
Aufgrund technischer Neuerungen im T-DSL Netz der Deutschen Telekom funktionieren ältere Versionen des T-Online T-DSL Treibers für Windows u.U. nicht mehr richtig. Dieses Problem dürfte nicht auftreten, wenn Sie mit der neusten T-Online Software arbeiten und alle aktuellen Updates installiert haben. Sie können den Fehler beheben, indem Sie die aktuellste Version des T-DSL Treibers von der neuesten T-Online CD nachinstallieren. Falls Sie T-DSL über das Windows DFÜ-Netzwerk nutzen, können Sie zur kurzfristigen Problembehebung auch eine Einstellungsänderung in der Konfiguration des T-DSL Adapters ("Arbeitsplatz > Systemsteuerung > Netzwerk > T-DSL Adapter (T-Online) > Eigenschaften") vornehmen. Setzen Sie dazu in der Registerkarte "Erweitert" den Wert für den Parameter "PPP Keep-Alive Timeout (Seconds)" von 20 auf 120.

Wie läuft die Verbindung zu T-Online über T-DSL technisch ab?
Grundlage des Datenaustausches im Internet ist weiterhin TCP/IP. Zwischen der Ethernet-Karte und dem NTBBA ("T-DSL-Modem") werden die TCP/IP Daten via PPPoE (Point-to-Point-over-Ethernet) ausgetauscht. Dazu werden sie vom PPPoE-Treiber in PPPoE "verpackt". Da der ISDN-Netzabschluss (NTBA) nicht für die von ADSL verwendeten Frequenzen (ab 138 KHz) ausgelegt ist, muss vor den beiden Netzabschlüssen (NTBBA für ADSL und NTBA für ISDN) ein Splitter (BBAE) geschaltet werden, der die beiden Frequenzbereiche trennt.

Der Weg vom Splitter zu Ihrer Vermittlungsstelle wird wie bisher über die klassische Kupferdoppelader zurückgelegt.

In Ihrer Vermittlungsstelle ist ein Gegenstück zum T-DSL-Splitter und zum T-DSL-Modem installiert. Letzteres verbindet Sie über ein spezielles Gerät (DSLAM) mit dem Internet Backbone. Das DSLAM bündelt mehrere ADSL-Verbindungen und leitet diesen Datenstrom über ATM zu einem sog. Breitband-PoP weiter, welcher an den Backbone der Deutschen Telekom angeschlossen ist.


Ist ein Mehrfach-Login, z. B. mit verschiedenen Mitbenutzern, über einen T-DSL Anschluss möglich?
Nein, es ist immer nur eine Internet-Verbindung pro T-DSL Anschluss möglich. Allerdings können Sie auch mit T-DSL über T-Net (d. h. T-DSL zusammen mit einem analogen Telefonanschluss) ohne weiteres eine Internetverbindung parallel zu einer Telefonverbindung nutzen, was bisher nur mit einem ISDN-Anschluss möglich war.

Wieso gibt es bei ADSL für T-Online eine "Einwahl"? Ist ADSL nicht eher mit einer Standleitung vergleichbar?
Ein Verbindungsaufbau zu T-Online wird durch einen speziellen Treiber (PPPoE) realisiert. Erst dadurch werden Sie identifiziert und bekommen eine dynamische IP-Adresse für die Sitzung zugewiesen. Eine Standleitungsverbindung würde eine feste IP-Adresse pro Kunde notwendig machen, was wegen des beschränkten Vorrates an IP-Adressen nicht möglich ist. Ein weiterer Grund für die Verwendung von PPPoE ist eine Vorschrift der RegTP (Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post), die die Gleichberechtigung verschiedener Internet Service Provider (ISP) garantiert. Die Umsetzung dieser Vorschrift ist nur möglich, wenn auf Standleitungen zwischen ISP und Verbraucher verzichtet wird.

ADSL auf Standleitungen bietet die Deutsche Telekom ebenfalls an, hier dann auch mit höheren Übertragungsraten. Diese Leitungen dienen zur Verbindung beispielsweise zu T-ATM oder T-Interconnect, nicht jedoch zu T-Online. Eine Standleitung ist vor allem für mittelständische und größere Unternehmen interessant, da diese Lösung nach Transfervolumen abgerechnet wird.


Wird das Telefonieren oder Faxen oder die Datenübertragung via ISDN durch T-DSL beeinflusst?
Nein, da der ADSL-Splitter (BBAE) die Frequenzbereiche von ISDN und ADSL trennt. Der T-DSL-Splitter wird vor den ISDN-Netzabschluss (NTBA) geschaltet. Vorhandene ISDN-Endgeräte können also ohne Einschränkung weiter genutzt werden.

Falls Sie T-DSL mit einem analogen Telefonanschluss (T-Net) nutzen, können Sie ebenfalls gleichzeitig telefonieren oder faxen, und mit T-DSL im Internet surfen. Über T-DSL können allerdings keine Faxe versendet werden, so dass Sie mit einem analogen Telefonanschluss auch weiterhin nicht gleichzeitig telefonieren und faxen können.


Warum synchronisiert sich der NTBBA (T-DSL-Modem) bei einem Reset nicht, obwohl alle Kabel korrekt verbunden sind?
Der NTBBA ("T-DSL-Modem") versucht, sich nach jedem Einschalten (Netzteil wird gesteckt) mit der Gegenstelle zu synchronisieren. Das bedeutet: Es wird geprüft, ob die Anschlussleitung in Ordnung ist. Wenn das der Fall ist, leuchtet am NTBBA ("T-DSL-Modem") die Sync-LED dauerhaft grün auf. Sollte die LED nach ca. 15 min nicht dauerhaft leuchten, kann das z.B. daran liegen, dass das verwendete Netzwerkkabel nicht dem Ethernet-Standard entspricht (siehe unten). Sollten Sie ein achtadriges Kabel verwenden, muss für die Dauer der Synchronisation die Verbindung zwischen dem NTBBA ("T-DSL-Modem") und PC getrennt werden. Nach der Synchronisation können Sie die Verbindung wieder herstellen. Wenn Sie ein eigenes Kabel verwenden wollen, achten sie bitte darauf, dass nur die Adern 1, 2, 3 und 6 zu beschalten sind. Vgl. auch Wie muss mein PC ausgerüstet sein, um T-DSL nutzen zu können?..

Warum wird beim T-DSL-Zugang zu T-Online keine IP-Header-Komprimierung unterstützt?
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird die IP-Header-Komprimierung nicht unterstützt, da die zu Grunde liegenden Standards (RFC 2516) noch nicht endgültig verabschiedet sind.

Im Normalfall müssen Sie die IP-Header-Komprimierung in den Netzwerkeinstellungen dennoch nicht deaktivieren, da nur sehr vereinzelt Probleme auf Grund dieser Einstellung auftreten.


Bei meinem T-DSL Anschluss treten häufig kurze Aussetzer bei der Datenübertragung auf.
Je schneller die Gegenstelle die Daten überträgt, desto häufiger treten diese Aussetzer auf. Was ist der Grund, und kann ich etwas dagegen tun?

Mit der Installation des aktuellen T-Online T-DSLSetup werden viele dieser systembedingten Effekte beseitigt oder verbessert. Wie Sie dieses Tool installieren, wird unter Obwohl ich alle Kabel und Geräte angeschlossen habe, kann ich mich nicht einwählen. Wie finde ich den Fehler? beantwortet.

Wie richte ich T-Online über T-DSL auf einem Apple Macintosh-Rechner ein?
T-Online bietet einen T-DSL Treiber für Apple Macintosh - incl. einer ausführlichen Anleitung zur Installation und Konfiguration - zum Download an.

Wie richte ich T-Online über T-DSL auf einem Linux-Rechner ein?
Ein PPPoE-Treiber für Linux ist auf der Installations-CD für die T-Online Software enthalten. Im Verzeichnis "[Mount-Point CD]/Software/Linux/ADSL" finden Sie neben der Treiberdatei auch eine Installtionsanleitung mit Konfigurationsbeispielen, die Sie i.d.R. übernehmen können. Alternativ dazu können Sie den Treiber auch downloaden.

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