"Deltree" für Win NT, Win 2000 u. Win XP
Bios Passwort vergessen
Syncronen Modus von Adaptec Controllern aktivieren
Schreibcache bei SCSI-Platten aktivieren
PC startet nicht mehr von der Festplatte
PCs verbinden ohne Netzwerk
Reparieren von verlorenen Partitionen
Multiboot DOS-Win95-NT
"Deltree" für Win NT, Win 2000 u. Win XP
Unter Win NT, Win2000 und WinXP gibt es das Deltree-Kommando nicht mehr. Es wurde im RD-Befehl untergebracht.
Nachstehen der Befehls-Syntax, den man in der Eingabeaufforderung eingibt:
Microsoft Windows 2000 [Version 5.00.2195]
(C) Copyright 1985-2000 Microsoft Corp.
K:\>rd /?
Entfernt (löscht) ein Verzeichnis.
RMDIR [/S] [/Q] [Laufwerk:]Pfad
RD [/S] [/Q] [Laufwerk:]Pfad
/S Löscht alle Verzeichnisse und Dateien im angegebenen Verzeichnis zusätzlich zu dem Verzeichnis selbst. Wird verwendet, um ganze Verzeichnisbäume zu löschen.
/Q Keine Nachfrage, ob die Verzeichnisbäume mit /S entfernt werdenSynchroner Modus von Adaptec Controllern aktiveren
Standardmässgig sind Adaptec-Controller am ISA Bus im asynchronen Modus beim Datentransfer. Dies lässt sich im Bios des Controllers (STRG-A) unter Configure, Adapter Settings, SCSI Device Configuration, Initiate Sync Neogation einstellen. Anstatt No sollte man testweise mal auf ON schalten. Dies bringt je nach System bis zu 20 Prozent mehr Leistung beim Datentransfer. Schreibcache
von SCSI-Platten aktivieren
Besitzer von EZ-SCSI können den Lese- und Schreibcache der SCSI-Platten im SCS-Explorer einschalten. Alle anderen sollten die Datei ASPI-WCE.EXE (zu finden bei http://www.seagate.com) oder ein Tool der CT (ftp://ftp.heise.de/pub/ct/spezial/aspiid15.zip) unter DOS starten. Damit lässt sich zumindest der Schreibcache aktivieren. Das Programm funktioniert mit den meisten SCSI-Platten.
PC startet nicht
mehr von der Festplatte
Problem: Sie schalten den PC ein. Es erscheint das Startbild, der Rechner zählt den Speicher hoch, doch statt nun von der Festplatte zu starten, hängt der PC kommentarlos - nichts geht mehr. Haben Sie einen PC, der die Festplatte über einen Disk-Manager anspricht, erscheint eventuell eine Fehlermeldung wie "DDO Integrity Error", bevor der Rechner hängt - oder Sie werden noch wie gewohnt informiert: "EZ-Drive Initializing...", und dann steht der PC. Ursache: Der [->] MBR (Master Boot Record) Ihrer Festplatte, der sich im [->] Sektor 0 der [->] Spur 0 auf Seite 1 befindet, ist beschädigt. Normalerweise lädt der PC diesen Sektor in den Arbeitsspeicher, wenn er mit dem Selbsttest fertig ist. Dann führt er den ersten Befehl aus, der einen Sprung zum eigentlichen [->] Bootprogramm darstellt. Dieses sucht dann in der [->] Partitions-tabelle (ebenfalls in Spur 0, Seite 0, Sektor 1) nach der [->] aktiven Partition, lädt deren [->] Bootsektor und startet das darin enthaltene Bootprogramm. Dieses lädt wiederum die Datei IO.SYS (bei MS-DOS auch noch MSDOS.SYS), die den Kern des Betriebssystems bildet. Geht bei diesem komplexen Vorgang etwas schief - ein einziges geändertes Byte im MBR reicht -, startet der PC nicht mehr von Festplatte, und Sie kommen nicht mehr an Ihre Daten. Disk-Manager greifen dem Bios von - meist zwei bis vier Jahre alten - PCs unter die Arme, das ansonsten nur bis zu 504 MB grosse Festplatten bewältigt. Ein Disk-Manager ersetzt den MBR in Spur 0, Seite 0, Sektor 1. Bei jedem Start installiert er ein spezielles Programm im Speicher, das Festplatten mit einer Kapazität von mehr als 504 MB so verwaltet, dass auch ältere PCs die Festplatte voll ansprechen können. Die Rekonstruktion des MBR ist in diesem Fall aufwendiger - und hier besteht auch ein grösseres Risiko, die Daten auf der Festplatte endgültig zu verlieren. Lösung 1: Falls Sie keinen Disk-Manager einsetzen, ist die Lösung simpel. Starten Sie von einer Bootdiskette, und wechseln Sie auf die Festplatte. Jetzt können Sie wichtige Daten auf Disketten kopieren - und das sollten Sie vor weiteren Aktionen auch auf jeden Fall tun. Danach geben Sie am DOS-Prompt "fdisk /mbr" ein. Fdisk überschreibt den defekten mit einem intakten MBR. Wenn Sie jetzt einen Neustart durchführen, sollte der PC wieder normal von der Festplatte starten, und Sie können an Ihre Daten. Lösung 2: Ihr PC verwaltet die Festplatte mit dem Disk-Manager von Ontrack, und Sie sehen die Fehlermeldung "DDO Integrity Error" (falls Sie EZ-Drive benutzen, lesen Sie bitte unter "Lösung 3" auf Seite 198 weiter). Um wieder auf die Festplatte zugreifen zu können, müssen Sie den Disk-Manager von Ontrack neu installieren. 1. Möglichkeit: Besitzen Sie eine Festplatte von bis zu 2 GB Speicherkapazität mit einer Partition, ist das noch relativ einfach. Starten Sie von der Bootdiskette. Erscheint der DOS-Prompt, legen Sie die Disk-Manager-Diskette ein, und tippen Sie "DM". Mit <Alt>-<M> aktivieren Sie das Menü. Wählen Sie den Punkt "Hard Disk Installation, Partition Setup and Configuration". Das Programm fragt "Use Dynamic Overlay to support the full Capacity of the Hard Drive?" Wählen Sie "Yes". Prüfen Sie, ob im folgenden Bildschirm "*DOS" als Partitionstyp erscheint. Ist das der Fall, drücken Sie <W>, um den Disk-Manager erneut zu installieren. Mit "Save Partition and Continue" speichern Sie alles. Beenden Sie den Disk-Manager, entfernen Sie die Diskette, und starten Sie den PC neu. 2. Möglichkeit: Bei mehreren Partitionen und/oder einer Festplatte von mehr als 2 GB Kapazität wird es unter Umständen schwieriger. Gehen Sie zunächst exakt wie in Schritt 1 beschrieben vor. Erscheint bei "Partition Type" "*DOS", ist alles in Ordnung, Sie können die Änderungen speichern und neu starten. Fehlt dort jedoch das "*", sind Ihre Daten ernsthaft in Gefahr, da neben dem MBR auch die Partitionstabelle beschädigt wurde (siehe auch Abschnitt 3 "Partitionen beschädigt", Seite 202). In diesem Fall müssen Sie anschliessend noch die Partitionstabelle neu generieren. Das ist aufwendiger, und Sie müssen genau wissen, wie die Festplatte aufgeteilt war. Drücken Sie <N> für eine neue Partitionstabelle, und bestätigen Sie mit "Yes". Die Frage "Use Dynamic Drive Overlay to support the full Capacity of the Hard Drive?" beantworten Sie ebenfalls mit "Yes". Erstellen Sie dann die primäre [->] Partition: Wählen Sie aus dem Menü "DOS", und geben Sie bei "Partition Entry Mode" "MBYTES" ein. Lassen Sie das Programm die Kapazität wählen, es sei denn, Sie haben bei der ersten Installation andere Werte vergeben. Dann nehmen Sie hier und bei den folgenden Partitionen dieselben Werte wie bei der Erstinstallation. Falls Sie diese Werte nicht mehr wissen, ist Ende der Fahnenstange: Die Daten sind verloren. Die Grösse der Partitionen zu erraten, das funktioniert nicht. Sie müssen wirklich hundertprozentig die exakten Werte treffen - und da gibt es immens viele Kombinationsmöglichkeiten. Haben Sie dagegen bei der Installation in weiser Voraussicht die Parameter notiert, geht's wie folgt weiter: Das Programm fragt nach "Partition Type". Wählen Sie "Extended Partition Type", dann "MBYTES", und vergeben Sie den gesamten restlichen Platz. Bei der nächsten Frage "Volume Types" geben Sie wieder "DOS" und bei "Entry Mode" "MBYTES" an. Bestimmen Sie die Grösse des ersten logischen Laufwerks, und wiederholen Sie die letzten zwei Schritte so lange, bis die gesamte Kapazität aufgebraucht ist. Gehen Sie mit den Pfeiltasten auf den obersten Menüpunkt zurück. Steht bei "Partition Type" nicht "*DOS" beziehungsweise "*EXT DOS", ändern Sie die Partitionsgrössen, da sie nicht mit den ursprünglichen Grössen übereinstimmen. Erst wenn in beiden Zeilen das "*" vor dem Partitionstyp steht, dürfen Sie per "Save Partition and Continue" sichern. Der PC sollte nach dem Neustart normal von der Festplatte hochfahren, und Sie können wieder problemlos auf Ihre Daten zugreifen. Lösung 3: Sie verwenden EZ-Drive und erhalten die Meldung "EZ-Drive Initializing..." Danach hängt der PC. Dieser Disk-Manager von Microhouse hat Vor- und Nachteile. Sie können die Daten recht einfach retten, da EZ-Drive die Festplatte so verwaltet, dass Sie mit einem [->] LBA-fähigen Bios auf die Daten zugreifen können, selbst wenn EZ-Drive defekt ist. Der Nachteil: Sie können EZ-Drive nicht einfach neu installieren, um an die Daten zu kommen, da es grundsätzlich alle Partitionen neu formatiert. Um die Daten zu retten, bauen Sie deshalb die Festplatte aus Ihrem PC aus und installieren diese vorübergehend in einem PC, dessen Bios Festplatten mit mehr als 504 MB via LBA verwaltet. Starten Sie den PC von einer Bootdiskette, und geben Sie "fdisk /mbr" ein, wenn der DOS-Prompt erscheint. Nach dem Neustart ist EZ-Drive nicht mehr aktiv. Gehen Sie ins PC-Bios und lassen Sie die Festplatte per "Autodetect" erkennen. Verlassen Sie das Bios, vergessen Sie aber nicht, die Änderungen zu speichern. Beim nächsten Neustart erkennt das PC-Bios die Festplatte per LBA ohne EZ-Drive. Sie können wieder auf die Festplatte zugreifen und Ihre wichtigen Daten auf Diskette sichern.
Reparieren von verlorenen Partitionen
Problem: Nach dem Einschalten führt der PC den Selbsttest korrekt aus, das Bios erkennt die Festplatte wie gewohnt und zeigt die Modellbezeichnung auf dem Bildschirm, weigert sich dann aber, von der Festplatte zu starten. Auf dem Bildschirm erscheint die Meldung "Disk Boot Failure, Insert System Disk and Press Enter" oder "Betriebssystem fehlt".
Starten Sie von einer Bootdiskette, findet Fdisk - falls es überhaupt erfolgreich startet - zwar die Festplatte, doch unter "4. Partitionierungsdaten anzeigen" stellt es keine [->] Partitionen dar. Eventuell stürzt Fdisk sogar mit einem Runtime-Error ab. Sie kommen nicht an die Daten der Festplatte. Ursache: Die [->] Partitionstabelle ist beschädigt. Sie liegt in einem relativ kleinen Speicherbereich von Spur 0, Seite 0, Sektor 1 der Festplatte. Die Tabelle belegt 16 Bytes pro Partition, also insgesamt 64 Bytes. Hier ist Byte- und teilweise sogar Bit-weise gespeichert, auf welchem Sektor, welcher Spur und bei welchem [->] Schreib-/Lesekopf die einzelnen Partitionen beginnen und enden. Zudem steht hier, welche Partition bootfähig ist und mit welchem [->] Dateisystem sie arbeitet - schliesslich können Sie auf jeder Partition ein anderes Dateisystem einsetzen. Wenn in der Partitionstabelle auch nur ein Bit beschädigt ist, ist die Festplatte möglicherweise für das Betriebssystem komplett unlesbar.Lösung 1: Die Chancen stehen gut, dass lediglich ein winziger Fehler vorliegt. Starten Sie den PC von Ihrer Bootdiskette, und rufen Sie den Norton Diskeditor auf. Wählen Sie im Startmenü "Typ, Physikalische LW" und dann die Festplatte mit der defekten Partitionstabelle. Da Sie nicht starten können, handelt es sich dabei in jedem Fall um "Festplatte 1". Der Diskeditor muss die Meldung "Laufwerk 80: wurde gesperrt" anzeigen, damit Sie auf die Platte schreiben können. Macht er das nicht, drücken Sie <Alt>-<W>, <N>, und deaktivieren Sie die Option "Nur lesen". Drücken Sie <Alt>-<O>, und wählen Sie "Partitionstabelle". Mit <F2> schalten Sie auf die Hex-Ansicht um. Der Editor stellt jetzt den Festplatteninhalt im Hexadezimalformat dar. Ein Byte kann Werte von 00 bis FF (0 bis 256) annehmen. Mit den Pfeiltasten gehen Sie auf das Byte 1FE (steht bei "Datei-Offset"). Der Inhalt muss "55" lauten, im unmittelbar folgenden Byte hat "AA" zu stehen. Falls nicht, tragen Sie die korrekten Werte (55 und AA) an dieser Stelle ein. Verlassen Sie den Diskeditor mit <Esc>, und lassen Sie die Änderungen ausführen, indem Sie im folgenden Menü "Schreiben" wählen. Starten Sie den PC neu. Gibt es weiter Probleme? Die erste Partition muss für DOS und Windows 95 bootfähig sein. Prüfen Sie, ob im Byte 1BE (Datei-Offset 1BE) der Wert "80" steht. Falls nicht, ändern Sie ihn auf 80, und verlassen Sie den Editor.
Lösung 2: Startet der PC immer noch nicht korrekt? Dann wird's knifflig - Sie müssen die [->] Partitionstabelle per Hand rekonstruieren. Dazu müssen Sie aber wissen, wie die Partitionstabelle ursprünglich aufgebaut war. In drei Fällen haben Sie Hoffnung auf Erfolg: Sie haben nur eine [->] Partition (bis 2 GB), Sie haben sich die Partitionierungsdaten genau aufgeschrieben (jeweils der Beginn und das Ende im [->] CHS-Format), oder Sie wissen wenigstens, wie gross die Partitionen waren. Bei einer Partition (bis 2 GB) gehen Sie ins Bios und notieren, wie die Festplatte eingetragen ist. Schreiben Sie die Werte für [->] Schreib-/Leseköpfe (Head), [->] Zylinder (Cyls) und [->] Sektoren pro Spur (Sector) auf. Hat die Festplatte mehr als 1024 Zylinder, müssen Sie die Werte umrechnen, bevor Sie sich mit dem Diskeditor an die Arbeit machen. Im Kasten "Bios und DOS: Festplattengeometrie", Seite 19(, erkläben wir, wie Sie dabei vobgehen müssen. Starten Sie von Ihrer Bootdiskette, und rufen Sie den Diskeditor auf. Mit <Alt>-<N> laden Sie die Partitionstabelle, mit <F6> schalten Sie auf den Modus "Partitionstabelle" um. Tragen Sie in der obersten Zeile unter "Startposition" Seite 1, Zylinder 0 und Sektor 1 ein. Bei der "Endposition" brauchen Sie die umgerechneten Werte aus dem Bios. Tragen Sie unter "Endposition" bei "Seite" "Head - 1" (also den Wert, den Sie eben notiert haben, minus 1), bei "Zylinder" "Cyls - 1" und bei "Sektor" den exakten Bios-Wert ein. Die anderen drei Zeilen löschen Sie, indem Sie den Wert "0" eintragen. Bei "System" drücken Sie so lange die Leertaste, bis bei der ersten Partition &quod;BIGDOS" und bei den anderen drei "frei" steht. Bei "Strt" drücken Sie ebenfalls die Leertaste, bis in der ersten Zeile "Ja" und in den anderen "Nein" steht. Zum Schluss überschreiben Sie die Einträge unter "Relative Sektoren" und "Anzahl der Sektoren" mit "0", markieren die neuen Einträge der Partitionstabelle mit <Strg>-<R> und lassen den Inhalt dieser Felder mit <Alt>-<W>, <P> neu berechnen. Verlassen Sie den Editor, und sichern Sie dabei mit "Speichern" die Änderungen. Die Festplatte sollte nach dem Neustart wieder funktionieren. Haben Sie mehrere Partitionen auf der Festplatte, müssen Sie die Werte für die erste und zweite Partition (eine dritte oder gar vierte sind selten) eintragen. Notieren Sie sich wie gehabt die Festplattendaten (Head, Cyls und Sector) aus dem Bios. Vergessen Sie auch hier das Umrechnen nicht. Sehr nützlich ist es, wenn Sie sich beizeiten aufgeschrieben haben, in welche Partitionen Sie die Festplatte aufgeteilt haben. Tippen Sie diese Werte wie oben beschrieben bei "Startposition" und "Endposition" ein. Unter "Sektor" setzen Sie - für alle Partitionen - den exakten Wert aus dem Bios ein, den Sie oben notiert haben. Fehlen Ihnen die exakten Partitionierungs-Infos, wissen Sie aber die exakten Partitionsgrössen in MB (1 MB entspricht 1024 KB), dann können Sie die nötigen Parameter berechnen. Die erste Partition beginnt bei Seite 1, Zylinder 0 und Sektor 1 ("Bei einer Partition", Seite 208). Tragen Sie diese Werte wie oben in dieser Lösung beschrieben in die erste Zeile der Partitionstabelle ein. Berechnen Sie den letzten Zylinder der ersten Partition (das ist Laufwerk C:) nach folgender Formel: Z = (Partitionskapazität [MB] * 2048) / (Head * Sektoren) Ist der Wert nicht exakt, runden Sie ab. Hat etwa eine Festplatte von 1551 MB nach dem Umrechnen (siehe Kasten "Bios und DOS: Festplattengeometrie", Seite 198) 64 Schreib-/Leseköpfe, 788 Zylinder und 63 Sektoren, ergibt das bei einer 1-GB-Partition folgenden Wert: Z = (1024 * 2048) / (64 * 63) = 520,13 Tragen Sie im Diskeditor also 520 Zylinder unter "Endposition, Zyl." ein. Die anderen Werte sind vergleichsweise einfach zu ermitteln: Bei "Seite" schreiben Sie "Head -1" (also 63), unter "Sektor" tippen Sie den Wert aus dem Bios ein (in unserem Beispiel 63). Die zweite Partition beginnt beim nächsten Zylinder (im Beispiel 521). Aus der Kapazität der nächsten Partition berechnen Sie nach der obengenannten Formel eine Zylinderzahl. Runden Sie diese ebenfalls ab, und addieren Sie sie zum Endwert der ersten Partition (521 im Beispiel). Damit haben Sie Start- und Endzylinder der zweiten Partition gefunden, die Sie in der zweiten Zeile unter "Startposition, Zyl." und "Endposition, Zyl." eintragen. Die anderen Werte: "0" bei "Startposition, Seite", "1" bei "Startposition, Sektor" und "Head - 1" (den Wert, den Sie bei Head notiert haben, minus 1) bei "Endposition, Seite" sowie "Sektor" unter "Endposition, Sektor". Da die zweite Partition meist eine erweiterte Partition mit logischen Laufwerken ist, geht diese bis "Cyls - 1". Wenn Sie alle Partitionen neu erstellt haben, drücken Sie in den jeweiligen Kästchen unter "System" so oft auf die Leertaste, bis die korrekten Partitionstypen darin stehen. Die erste, primäre Partition muss auf "BIGDOS" stehen, die erweiterte Partition auf "EXTEND". Unter "Strt" setzen Sie mit der Leertaste die erste Partition auf "Ja". Lassen Sie jetzt die fehlenden Angaben zur Partition automatisch berechnen. Markieren Sie die Einträge der Partitionstabelle mit <Strg>-<R>, und drücken Sie dann <Alt>-<W> und <P>. Verlassen Sie den Editor mit "Speichern". Die Änderungen sind ausgeführt. Nach dem nächsten Start sollten Sie wieder auf die Festplatte zugreifen können.
Lösung 3: Haben Sie [->] logische Laufwerke in der erweiterten [->] Partition definiert, wird es kompliziert. Sie haben nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn Sie die genaue Grösse der Laufwerke in MB (1024 KB) kennen. Auch bei diesem Rettungsmanöver müssen Sie wissen, mit welchen Werten für [->] Zylinder, [->] Schreib-/Leseköpfe und [->] Sektoren das Bios die Festplatte für DOS umsetzt (siehe Kasten "Bios und DOS: Festplattengeometrie", Seite 198). Wie Sie die Grösse der ersten Partition (Laufwerk C:) sowie der erweiterten Partition berechnen und in die [->] Partitionstabelle eintragen, ist unter "Lösung 2" beschrieben. Um das erste logische Laufwerk (D:) zu rekonstruieren, lesen Sie bei "Endposition, Zyl." den Endzylinder der primären Partition ab und notieren sich diesen Wert (wir nennen ihn E). Gehen Sie in die Zeile mit der erweiterten Partition, und drücken Sie <Return>. Der Diskeditor springt an die Stelle der Festplatte, an der die Informationen über den Aufbau des logischen Laufwerks stehen. Das ist eine weitere Partitionstabelle mit zwei Einträgen (Nortons Diskedit stellt vier dar, die letzten zwei müssen auf 0 stehen). Tragen Sie in der ersten Zeile unter "Startposition" ein, wo das logische Laufwerk beginnt: Bei "Seite" und "Sektor" muss "1" stehen, bei " Zyl." tragen Sie den Wert "E + 1" ein (den Wert, den Sie sich vorher notiert haben, plus 1). Berechnen Sie nach der Formel in "Lösung 2" aus der Grösse des logischen Laufwerks die Zylinderzahl, die es auf der Festplatte benötigt. Eine 200-MB-Partition braucht beispielsweise 102 Zylinder, wenn die Festplatte mit 64 Schreib-/Leseköpfen und 63 Sektoren pro Spur arbeitet. Addieren Sie zum Wert unter "Startposition, Zyl." die soeben berechnete Zylinderzahl, die das logische Laufwerk benötigt. Ziehen Sie 1 von diesem Wert ab, und schreiben Sie das Ergebnis in "Endposition, Zyl." Bei "Endposition, Seite" tragen Sie "Head - 1" ein. "Head" ist die Zahl der Schreib-/Leseköpfe, die das Bios an DOS meldet. Bei "Sektor" tragen Sie den Bios-Wert ein (diesen ermitteln Sie im Diskeditor nach <Alt>-<W> und <R>). Den Punkt "System" stellen Sie mit der Leertaste auf "BIGDOS", "Start" setzen Sie auf "Nein". In die Felder "Relative Sektoren" und "Anzahl der Sektoren" tragen Sie "0" ein. Markieren Sie die Partitionstabelle mit <Strg>-<R>, und lassen Sie den Disk-editor per <Alt>-<W>, <P> die passenden Werte berechnen. Haben Sie keine weiteren logischen Laufwerke auf der Platte, löschen Sie die zweite Zeile, indem Sie überall "0" eintragen. Für weitere logische Laufwerke geht das Spiel von neuem los: In der zweiten Zeile erstellen Sie eine erweiterte Partition, die den Rest der Festplatte belegt: Setzen Sie "Startposition, Seite" auf "0" und "Sektor" auf "1". Addieren Sie zum Endzylinder des ersten logischen Laufwerks 1, und tragen Sie das Ergebnis bei "Zyl." ein. Ziehen Sie 1 von der Zylinderanzahl ab, die das Bios an DOS meldet (Sie ermitteln das per <Alt>-<W>, <R>), und tragen Sie das Ergebnis in "Endposition, Zyl." ein. Bei "Seite" und "Sektor" übernehmen Sie die Werte aus der obersten Zeile. Tragen Sie bei "Relative Sektoren" und "Anzahl der Sektoren" "0" ein, markieren Sie die Partitionstabelle mit <Strg>-<R>, und lassen Sie vom Diskeditor per <Alt>-<W>, <P> die fehlenden Werte berechnen. Setzen Sie zum Abschluss "System" auf "EXTEND" und "Start" auf "Nein". Gehen Sie in die zweite Zeile, und drücken Sie auf <Return>. Haben Sie sich derart durch alle Laufwerke gehangelt, speichern Sie die Eingaben und verlassen den Editor. Nach dem Neustart sollte alles wieder wie gewohnt funktionieren. Sichern Sie dennoch so bald wie möglich wichtige Daten, und formatieren Sie die Festplatte neu. Immerhin handelt es sich hier lediglich um eine provisorische Reparatur.
Multiboot
MSDOS, Win95, NT
1. Stellen Sie sicher, dass Ihr Rechner für Dual-Boot zwischen MS-DOS und WINDOWS NT 3.51 eingerichtet ist. Schauen Sie gegebenenfalls in die Dokumentation von WINDOWS NT 3.51.
2. Starten Sie Ihren Computer so, dass MS-DOS das aktive Betriebssystem ist.
3. Entfernen Sie dann das Attribut Schreibschutz von den Dateien BOOTSECT.DOS und BOOT.INI. Diese Dateien befinden sich in der Root des Startlaufwerkes. C:>attrib -r bootsect.dos
C:>attrib -r boot.ini
4. Sichern Sie die Datei BOOTSECT.DOS unter einem anderen Namen. Diese Datei enthält die Information für das Starten von MS-DOS. Bei der Installation von WINDOWS 95 wird diese Datei verändert. Deshalb müssen Sie sicherstellen, dass diese Datei auch nach der Installation noch zur Verfügung steht. C:>copy bootsect.dos bootsect.sav
5. Installieren Sie WINDOWS 95 in ein neues Verzeichnis oder in ein vorhandenes WINDOWS-Verzeichnis. Wählen Sie keinesfalls das Verzeichnis von WINDOWS NT aus. (WINDOWS 95 und WINDOWS NT benutzen Dateien gleichen Namens. Nur das zuletzt installierte Betriebssystem würde nach einer solchen Installation funktionieren.)
6. Entfernen Sie danach das Attribut Schreibschutz von der neu erstellten Datei BOOTSECT.DOS in der Root des Startlaufwerkes. Diese Datei enthält Informationen für das Starten von WINDOWS 95. C:>attrib -r bootsect.dos
7. Benennen Sie die Datei BOOTSECT.DOS in BOOTSECT.W40 und die Datei BOOTSECT.SAV in BOOTSECT.DOS um. C:>ren bootsect.dos bootsect.w40
C:>ren bootsect.sav bootsect.dos
8. Passen Sie danach die Datei BOOT.INI an. Im folgenden Beispiel werden die drei Betriebssysteme angeboten, das Standardbetriebssystem ist WINDOWS NT und die Auswahl wird 30 Sekunden lang angezeigt. [boot loader]
timeout="30
default="c:\winnt [operating systems]
C:\winnt=",Windows NT"
C:\bootsect.dos=",MS-DOS" /win95dos
C:\bootsect.w40=",Windows 95" /win95BIOS Passwort
vergessen
Sollte das BIOS-Passwort vergessen werden, gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Die Wörter alfarome, aLLy, award_sw, biostar, efmukl, HLT, lkwpeter, j262, SER, SKY_FOX und 589589 gingen bisher bei Award-Bios-Versionen.
2. Neuere Versionen erkennen diese Wörter nicht mehr. Hier hilft nur den CMOS-Chip (sitzt auf Sockel) einige Tage ausbauen. Für AMI-Bios sind verschiedene Tools auf dem Markt, die Passwörter auslesen können.
PCs ohne Netzwerk verbinden
von Wolfgang Wirth Kaum etwas ist ärgerlicher als beispielsweise bei einer neuen Softwareinstallation festzustellen, dass die Festplatte mal wieder zu klein ist: Der Datenträger im Ziellaufwerk ist voll. Legen Sie einen neuen Datenträger ein lautet die obligatorische Fehlermeldung, die gerade Anwendern älterer PCs oder Notebooks mit kleinen Festplatten häufig die Arbeit erschwert. Besonders störend ist dies, wenn daneben ein neuer PC steht, dessen Festplatte gerade mal zu 20 Prozent gefüllt ist. Wer nun glaubt, zur Problemlösung gleich ein Netzwerk mit entsprechend teurer Hard- und Software zu benötigen, der irrt. Innerhalb weniger Minuten lässt sich zumindest jedes Microsoft-Betriebssystem ohne Zusatzsoftware miteinander verbinden. Lediglich eine serielle oder parallele Schnittstelle muss vorhanden sein, um über ein einfaches Kabel für rund 20 Mark eine entsprechende Direktverbindung zu realisieren. Der Clou dabei ist, dass alle notwendigen Treiber seit MS-DOS 5.0 in den Betriebssystemen enthalten sind und dass wirklich alle Systeme miteinander kommunizieren können - allerdings ist oftmals ein Griff in die Trickkiste erforderlich. Das Client/Server-Prinzip
Natürlich liegt es auf der Hand, dass unter DOS oder Windows 3.x nicht die gleichen Softwarekomponenten zum Einsatz kommen wie etwa unter Windows NT 4.0 oder Windows 95. Um dennoch eine Verbindung aufzubauen, ist es zunächst wichtig zu wissen, dass jeder PC-Direktverbindung - ganz gleich, wer mit wem zusammenarbeitet - das Client/Server-Prinzip zugrunde liegt: Ein PC arbeitet als Server und stellt seine Ressourcen dem Client zur Verfügung. Über den Client kann der Anwender dann auf den Server zugreifen und den Datenaustausch wie gewünscht vornehmen. Vom Server aus kann hingegen nicht auf die Ressourcen des Clients zugegriffen werden. Es ist also zunächst einmal wichtig, dass sich der Anwender darüber im klaren ist, welchem der PCs die Rolle des Servers gegeben werden soll. Es bietet sich an, den PC, dessen Daten transferiert werden sollen, als Server einzusetzen, da Laufwerksinhalte des Servers über den Client verändert werden können.
Verbindungsarten und Performance
Auch bei der Auswahl des Kabels und der Schnittstelle gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Grundsätzlich ist der Datenaustausch über die parallele Schnittstelle zwar um ein Vielfaches schneller als über eine serielle Verbindung, der Nachteil ist jedoch, dass dann nicht mehr alle Betriebssysteme miteinander kommunizieren können. Eine Verbindung von einem Windows-3.1x-PC mit Windows NT 4.0 beispielsweise ist nur über ein serielles Kabel realisierbar - allerdings mit deutlichen Performanceeinbussen, wie es die nachfolgende Auflistung deutlich macht.
Über Interlink-Interserver: parallel 14 Sekunden seriell (bei 115200bps) 7 Minuten
PC-Direktverbindung in Windows 95 parallel 40 Sekunden seriell bei 19200 bps 7 Minuten
RAS-Verbindung unter Windows NT nur seriell 7 Minuten Die ermittelten Zeiten beziehen sich auf die Übertragung einer 1 MByte grossen Textdatei. Interessant ist an dieser Stelle, dass bei der seriellen PC-Direktverbindung von Windows 95 nur bei einer Einstellung von 19 200 bps oder langsamer eine Verbindung zustande kommt. Wird hier eine schnellere Übertragung gewählt, entsteht zwar der Kontakt, eine Datenübertragung erfolgt jedoch nicht. Das parallele Kabel an sich stellt ein modifiziertes Druckerkabel mit zwei männlichen DB-25-Steckern dar. Das Kabel für die Verbindung über die serielle Schnittstelle ist dagegen ein sogenanntes Null-Modem-Kabel mit drei beziehungsweise sieben Adern. Je nach Schnittstellenart müssen dessen Enden mit weiblichen DB-9- oder DB-25-Steckern versehen sei.
Windows-95-PCs unter sich
Am einfachsten sind Verbindungen zwischen zwei Windows-95-Systemen aufzubauen, da sich hierfür die sogenannte PC-Direktverbindung von Windows 95 anbietet. Diese Verbindung wird bei der Standardinstallation von Windows 95 allerdings nicht berücksichtigt, muss also bei Bedarf nachinstalliert werden. Dies ist jedoch nicht weiter schlimm, da nach dem Aufruf des entsprechenden Menüpunkts in der Systemsteuerung unter /Software/Windows-Setup/Verbindungen/PC-Direktverbindung ein Assistent hilfreich zur Seite steht. Nach der Installation findet sich dann im Startmenü unter Zubehör der neue Eintrag PC-Direktverbindungen. Es gilt lediglich zu beachten, dass die PC-Direktverbindung auf dem DFÜ-Netzwerk basiert, das demzufolge vor der eigentlichen Installation einzurichten ist. Vor dem Verbindungsaufbau muss der Anweder entscheiden, welcher der beiden PCs als Server und welcher als Client arbeiten soll. Zudem müssen die benötigten Laufwerke (und eventuell Drucker) des Servers über die Eigenschaften des jeweiligen Objekts (im Kontextmenü) für den Zugriff freigegeben werden. Vergisst der Anwender diesen Punkt, wird zwar der Server gefunden, es stehen jedoch keinerlei Daten zur Verfügung. Schliesslich sind - je nach Kabelart - die beiden Computer entweder über die seriellen oder parallelen Schnittstellen zu verbinden, wobei hier natürlich die parallele Verbindung zu bevorzugen ist. Nach dem Start der PC-Direktverbindung auf beiden PCs ist anzugeben, in welchem Modus der betreffende Rechner arbeiten soll. Für den Server gilt hier die Option Host-Computer, für den Client Gast-Computer. Abschliessend ist noch festzulegen, über welche Schnittstellen die Verbindung aufgebaut werden soll. Damit ist die Installation bereits abgeschlossen. Stimmen die Einstellungen auf beiden Seiten der PC-Direktverbindung, so entsteht innerhalb weniger Sekunden der Kontakt zwischen den entfernten PCs. Beim Client kann anschliessend über die Schaltfläche Host anzeigen ein Explorer-Fenster geöffnet werden, in dem alle freigegebenen Laufwerke und Drucker des Servers zu sehen sind - so, als wären die PCs über ein richtiges Netzwerk miteinander verbunden. Für den Fall, dass der Verbindungsaufbau nicht klappen sollte, liegt dies höchstwahrscheinlich an einer falsch gewählten Schnittstelle. In diesem Fall ist zunächst die PC-Direktverbindung auf beiden PCs zu beenden und dann erneut zu starten. Darauf erscheint der Startdialog, in dem sich unter anderem die Schaltfläche Ändern findet. Ein Klick darauf eröffnet einen Dialog, in dem nicht nur die Rolle des jeweiligen Computers änderbar ist, sondern auch die gewählte Schnittstelle gewechselt werden kann. Ein weiteres Problem kann aber auch an den Betriebssystem-eigenen Schnittstelleneinstellungen liegen: So verfügen etwa serielle Schnittstellen älterer Notebooks nicht über einen Fifo-Chip (Uart16550), so dass über die Schnittstelle zwar mit maximal 115 200 bps gesendet aber nicht empfangen werden kann (9600 Bit pro Sekunde).
Mit Windows 95 nach Windows NT und zurück
Die Verbindung zwischen Windows 95 und Windows NT ist - von einer etwas umfangreicheren Installation einmal abgesehen - ähnlich einfach wie von Windows 95 nach Windows 95. Da Windows NT im Gegensatz zu Windows 95 über keine vorkonfigurierte PC-Direktverbindung verfügt, muss jedoch der RAS-Dienst (Remote Access Service) bemüht werden. Soll Windows NT die Rolle des Servers übernehmen, so sind vor dem ersten Kontakt folgende Vorkehrungen zu treffen: Zunächst ist zu prüfen, ob der RAS-Dienst überhaupt installiert ist. Falls nicht, muss dies über die Netzwerkeigenschaften in der Systemsteuerung nachgeholt werden. Anschliessend ist es aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen von NT erforderlich, den Windows-95-Namen auch als User-Account über den Benutzermanager im Startmenü von Windows NT einzutragen. Eine Schwierigkeit ist an dieser Stelle allerdings programmiert: Nachdem der User ordnungsgemäss angelegt ist, muss für ihn eine Einwahlerlaubnis in den RAS-Dienst vergeben werden. Sie ist über die RAS-Verwaltung im Startmenü unter Verwaltung (Allgemein) anzulegen. Wird dieser Punkt vergessen, findet sich zwar der Rechner, ein Loginversuch schlägt jedoch fehl. Weiterhin gilt es zu beachten, dass unter Windows NT systembedingt keine Parallelverbindung aufgebaut werden kann, sondern lediglich serielle Schnittstellen anzusprechen sind. Schuld an dieser Misere ist der RAS-Dienst, der ursprünglich (auch in Windows 3.11) nur für Modemverbindungen über die serielle Schnittstelle ausgelegt wurde und dies bis heute noch ist. Zudem ist es wichtig, die Übertragungsgeschwindigkeiten der betreffenden Schnittstellen zu überprüfen und unter Windows NT 4.0 und Windows 95 die gleiche Bitrate einzustellen - sonst kommt die Verbindung nicht zustande, da die Software hier keinen Abgleich durchführt. Diesbezügliche Angaben geschehen unter Windows NT 4.0 über das Modem-Applet in der Systemsteuerung. Der betreffende Eintrag lautet DFÜ-Netzwerk mit seriellem Kabel zwischen 2 PCs. Ein Doppelklick darauf öffnet einen weiteren Dialog, in dem unter anderem die Geschwindigkeit der Übertragung eingestellt werden kann. In der Praxis stellt sich dabei heraus, dass Übertragungsraten von mehr als 19 200 bps nicht mehr realisierbar sind. Unter Windows NT 3.5x wird die Übertragungsgeschwindigkeit über das RAS-Setup eingestellt, das hierfür die Einträge Nullmodemkabel 9600, Nullmodemkabel 19200 und Nullmodemkabel 38400 bietet. Weitere Angaben sind an dieser Stelle nicht möglich. Um die Werte unter Windows 95 anzupassen, sind die Systemeigenschaften mit der Registerkarte Geräte-Manager zu öffnen. Dort findet sich der Befehl Modelle nach Anschluss anzeigen. In der dazugehörigen Liste befindet sich nach der erfolgreichen Installation der PC-Direktverbindung ein Eintrag namens Nullmodemkabel an COMx, dessen Eigenschaftenmenü die Registerkarte Modem enthält. Hier kann die Geschwindigkeitsanpassung in einer Dialogbox erledigt werden. Sind nun all diese Einstellungen erfolgt (sie sind zum Glück nur ein einziges Mal erforderlich), kann es an den Verbindungsaufbau gehen. Dazu muss zunächst der RAS-Dienst unter Windows NT gestartet werden, um dann die bereits bekannte PC-Direktverbindung unter Windows 95 mit der Option Gast-Computer zu aktivieren (erfreulicherweise sind die beiden zu hundert Prozent kompatibel). Daraufhin meldet sich die Passwortabfrage für das Einloggen auf dem Windows-NT-Server. War dieser Vorgang erfolgreich, kann vom Windows-95-Client auf alle freigegebenen Ressourcen des NT-Servers zugegriffen werden. Das umgekehrte Szenario "NT ruft Windows 95" ist hingegen weitaus einfacher zu realisieren: Unter Beachtung der richtigen Geschwindigkeit ist lediglich auf dem Windows-95-Computer die PC-Direktverbindung als Host-Computer zu starten. Unter Windows NT ist dann zur Kontaktaufnahme ein neuer Telefonbucheintrag anzulegen, der als Kommunikationsgerät kein Modem, sondern das serielle Verbindungskabel benutzt. Einziger Fehlerfaktor ist an dieser Stelle die Wahl des Protokolls: Nur der Eintrag PPP: Windows NT 4.0, Windows 95, Internet in dem Eigenschaftendialog des Telefonbucheintrags unter der Registerkarte Server ermöglicht die Verbindung.
Windows 3.x ruft Windows 95 und umgekehrt
Um mit Windows 3.x eine Verbindung zu Windows 95 herzustellen, sind die inzwischen fast in Vergessenheit geratenen Programme Interlink und Interserver von MS-DOS Version 5.0 - sozusagen die Urahnen der PC-Direktverbindung - einzusetzen. Übrigens ist gerade dieses Treibergespann ein schönes Beispiel dafür, dass Neuentwicklungen nicht unbedingt immer mit mehr Leistungsfähigkeit einhergehen. Denn in Sachen Übertragungsgeschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit sind die beiden 16-Bit-Treiber nach wie vor das Nonplusultra - und lassen selbst die aktuellste DFÜ-Netzwerksoftware weit hinter sich. Dieses Teiberpaar wurde bisher über alle DOS-Versionen hinweg bis hin zu Windows 95 mit ausgeliefert. Allerdings ist diese Software in letzterem Fall gut auf der CD-ROM im Verzeichnis \OTHERS\OLDMSDOS versteckt. Die Anwendung und Installation der Treiber geht relativ einfach vonstatten: Zunächst ist die Kabelverbindung herzustellen, wobei es völlig gleich ist, ob die Verbindung seriell oder parallel erfolgt und an welchem Anschluss das Kabel steckt. Soll ein Windows-95-PC Server für einen Windows-3.x-Client sein, so ist zunächst in der Datei config.sys des Clients folgender Eintrag aufzunehmen (das Verzeichnis c:\treiber ist dabei natürlich auf die jeweiligen Gegebenheiten anzupassen):
devicehigh=c:\treiber\interlnk.exe /autoDer optionale Startparameter /auto sorgt dafür, dass der Treiber nur dann geladen wird, wenn er bei seiner Initialisierung von der Serverseite tatsächlich eine Antwort erhält. Auf dem Windows-95-PC, der im Beispiel als Server fungiert, ist die Datei intersvr.exe zu starten. Daraufhin erscheint allerdings eine Meldung, dass das Programm nur für den MS-DOS-Modus gedacht sei. Diese kann beruhigt übergangen werden. Sobald nun Interserver aktiv ist, muss der Client erneut starten, um den Interlink-Treiber über die Datei config.sys ins System einzubinden. Sobald Interlink aufgerufen wird, werden alle verfügbaren Schnittstellen gescannt und nach Möglichkeit eine Verbindung mit dem Interserver auf der anderen Seite des Kabels hergestellt. War dieser Vorgang erfolgreich, werden alle vom Server zur Verfügung gestellten Laufwerke auf Clientseite über eigene Laufwerkskennungen angezeigt. Der Defaultwert steht dabei allerdings bei maximal vier anzuzeigenden Laufwerken, was aber über Startparameter geändert werden kann. Genauere Details hierzu stehen in einer vorhandenen Hilfedatei, die sich im selben Verzeichnis wie die Programme auf der CD-ROM befindet. Übrigens: Selbst Drucker können mit Interlink umgeleitet werden. Nachdem der Windows-3.x-PC als Client gestartet ist, kann etwa mit dem Dateimanager auf die Interlink-Laufwerke des Servers zugegriffen werden. Einen Nachteil hat das Ganze allerdings: Da Windows 3.x keine langen Dateinamen kennt, sind diese nur in ihrer Kurzfassung zu sehen. Um dies zu vermeiden, bietet es sich an, die gesamte Verbindung andersherum aufzubauen: Interlink ist derart transparent, dass beim Einsatz von Windows 3.x als Server und Windows 95 als Client auch auf den Serverlaufwerken mit langen Dateinamen gearbeitet werden kann, da in diesem Falle der Interserver nicht auf der Dateisystemverwaltung aufsetzt, sondern diese selbst übernimmt. In diesem Fall ist Interserver auf dem Windows-3.1x-Computer zu starten und der besagte Interlink-Eintrag in der Datei config.sys von Windows 95 zu übernehmen (Neustart nicht vergessen).
Von DOS nach Windows und zurück
Da Windows 3.x bekanntlich auf DOS aufsetzt, gelten naturgemäss alle Angaben zum Aufbau einer PC-Direktverbindung mittels Interlink zwischen Windows 3.1x und Windows 95 auch für DOS und Windows 95 - und daraus folgend ebenso für Verbindungen von DOS und Windows 3.x. Natürlich kann das Interlink-Interserver-Gespann auch als Ersatz für die PC-Direktverbindung zwischen Windows-95-PCs benutzt werden. Allerdings muss dabei auf das grafische Interface beim Server verzichtet werden, da während der Serverausführung im MS-DOS-Modus an dem betreffenden PC keine anderen Arbeiten verrichtet werden können - doch das Minus an GUI macht sich mit einem deutlichen Plus an Performance bezahlt. Und wie bereits gesagt: Die langen Dateinamen werden zu hundert Prozent von Interlink unterstützt!Windows NT und der Rest der (Microsoft-)Welt
Das A und O für PC-Direktverbindungen mit Windows NT ist dessen DFÜ-Netzwerkunterstützung in Form des RAS-Serverdienstes (Interlink-Verbindungen sind aufgrund der Abhängigkeit der Treiber von DOS nicht zu bewerkstelligen). Wie bereits im Zusammenspiel mit Windows 95 gezeigt, kann man im Handumdrehen einen Windows-NT-PC mit einem anderen über die serielle Schnittstelle verkabeln: Dazu ist einfach auf der als Server bestimmten Maschine der RAS-Serverdienst zu starten und dann über das DFÜ-Netzwerk des Clients darauf zuzugreifen - identische Schnittstellengeschwindigkeit und passende Einwahlrechte vorausgesetzt. Gleiches gilt auch für die PC-Direktverbindung von Windows für Workgroups 3.11 mit NT: Über das DFÜ-Netzwerk von Windows 3.11 kann sich der Anwender einfach in den RAS-Serverdienst auf dem NT-Computer einwählen. Auch hier ist unbedingt auf gleiche Schnittstellengeschwindigkeit und Einwahlrechte zu achten. Der umgekehrte Fall, dass Windows für Workgroups als Server für Windows NT dient, ist allerdings nicht möglich, da Windows 3.11 keinen RAS-Serverdienst enthält. Bleibt schliesslich noch der Datenaustausch von DOS nach Windows NT und umgekehrt. Da DOS lediglich die Interlink-Verbindungen kennt, diese aber unter NT nicht einsetzbar sind, bleibt nur ein Griff in die Trickkiste. So ist es beispielsweise möglich, unter DOS ein beliebiges Terminalprogramm zu starten, das über ein serielles Kabel mit dem Windows-NT-Hyperterminal Kontakt aufnimmt. Hierbei muss lediglich auf identische Schnittstellengeschwindigkeiten geachtet werden (die recht hoch angesetzt werden könnten), und das DOS DFÜ-Programm sollte das Z-Modem-Protokoll unterstützen, damit beispielsweise automatische Uploads möglich sind. Der Datenaustausch vollzieht sich dabei durch einfaches Hoch- beziehungsweise Herunterladen von einzelnen oder auch mehreren Dateien.Weitere Möglichkeiten
Die hier gezeigten Vorschläge für den Aufbau von PC-Direktverbindungen quer über verschiedene Plattformen decken bei weitem nicht alle Möglichkeiten ab - sind aber mit Sicherheit die kostengünstigsten. Daneben gibt es natürlich noch eine ganze Reihe weiterer Tools kommerzieller Anbieter, wie beispielsweise Symantecs PC Anywhere. Auch im Internet finden sich in vielen Shareware-Foren Testversionen von PC-Direktverbindungs-Utilities, die sich Interessenten herunterladen können.
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