Die etwas andere AOL-Hilfe
Hardware-, Software-, Netzwerk-Probleme


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Stand: 07.07.2004
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INDEX - AOL-Hilfe

7. Hardware-, Software-, Netzwerk-Probleme (Ursachen/Lösungen)
7.1.0 Programme im Hintergrund
7.2.0 Netzwerkprobleme
7.3.0 Netzwerktreiber NDIS. VXD
7.4.0 Hardware und Treiber verhindern Herunterfahren
7.5.0 Unter Win98(SE) und ME fährt der Rechner schneller herunter als unter Win95
7.6.0 Konfliktforschung
7.7.0 Power Management
7.8.0 Plug & Play (I)
7.9.0 Plug & Play (II)

7. Hardware-, Software-, Netzwerk-Probleme

Oft schaltet sich Win95/98/ME nach dem Herunterfahren nicht automatisch aus, sondern bleibt etwa bei der Meldung  Windows wird heruntergefahren einfach stehen. Je nachdem, wie viel Zeit und Geduld der Anwender hat, lässt er Windows gemächlich weiter (nicht) herunterfahren. Manchmal klappt's ja doch noch. Oft ist aber der gewaltsame Abbruch unumgänglich, was beim nächsten Start mit einem zeitaufwendigen Scandisk-Plattencheck bestraft wird.

Wenn Windows, herunterfährt, beendet das System alle bislang nicht abgeschlossenen Speichervorgänge und leert den Platten-Cache. Danach werden noch offene Programme geschlossen, auch diejenigen im Hintergrund, etwa Virenwächter oder Taskplaner. Zum Schluss setzt das System alle Treiber vom Protected Mode in den Real Mode zurück. Anschließend sollte sich der PC ausschalten.
Klappt einer dieser Schritte nicht, bleibt Windows entweder hängen oder braucht ungewöhnlich lange. In den meisten Fällen verliert der Anwender die Geduld und schaltet manuell ab. Da Windows nicht ordnungsgemäß beendet wurde, startet beim nächsten Hochfahren automatisch Scandisk.

Es kommen sowohl Software- als auch Hardware-Probleme in Frage, Bei Hardware- und Treiber-Problemen erscheint der Fehler meist vom ersten Tag an und lässt sich in der Regel auch durch Neuinstallation nicht beheben. Die nachfolgend beschriebenen Software- oder Netzwerkprobleme behindern Windows beim Herunterfahren hingegen meist erst nach einiger Zeit.

Ersatzteil: Sollten diese Tipps das Problem nicht beheben, wird folgender Trick empfohlen. Schreibe eine Batchdatei - z.B.: Quickstop.bat - mit der Zeile
rundll32.exeshell32, SHExitWindowsEx 1
Lege diese auf dem Desktop ab. Achte auf die Groß-/KleinschreiIung. Jetzt genügt ein Doppelklick auf das neue Desktop-Icon, und Windows fährt ohne Wartezeiten herunter.

7.1.0 Programme im Hintergrund

7.1.1 Ursache

Wenn Windows ein Programm beim Herunterfahren nicht schließen kann, bleibt das System oft hängen. Vor allem Programme, die beim Systemstart geladen werden und im Hintergrund laufen - etwa Virenwächter -, machen Windows zu schaffen.

7.1.2 Lösung

Solche Programme kannst du vorübergehend mit dem Windows-TooI MSCONFIG.EXE deaktivieren. Rufe das TooI über "Start, Ausführen" auf, und wähle die Registerkarte "Autostart". Entferne alle Häkchen, und starte den PC neu. Fährt Windows danach normal herunter, kannst Du die Programme einzeln wieder aktivieren, um den Störenfried ausfindig zu machen. Analog dazu solltest du auch alle Programme überprüfen, die über "Start, Programme, Autostart" geladen werden.

7.2.0 Netzwerkprobleme

7.2.1 Ursache

Auch Netzwerkeinstellungen können den normalen Shutdown verhindern.

7.2.2 Lösung

Prüfe unter den "Eigenschaften " der Netzwerkumgebung die "Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft Netzwerke". Ist der Eintrag "LM-Dienst" auf "Ja" gesetzt, ändere den Wert auf "Nein". Der "LAN Manager-Client" ist ohnehin nur erforderlich, wenn der (längst ausgemusterte) LAN Manager von Microsoft im Netz benutzt wird. Auch verträgt Win95/98/ME nur eine gewisse Anzahl mit Laufwerksbuchstaben verbundener Netzwerkpfade (die Du mit "NET USE" oder über "Netzlaufwerk verbinden" einrichtest). Microsoft nennt acht Verbindungen als Maximum. Es ist einen Versuch wert, zu testen, ob der Shutdown möglich ist, nachdem alle Netzlaufwerke getrennt worden sind. Wenn das hilft, solltest Du stets vor dem Systemabschluss die Laufwerke trennen.
Eine einfache Batchdatei nach dem Muster "net use /delete <x>:" kann das für beliebig viele Verbindungen automatisch erledigen.

7.3.0 Netzwerktreiber NDIS. VXD

7.3.1 Ursache

In seltenen Fällen kann ein fehlerhafter Netzwerktreiber NDIS. VXD das automatische Abschalten verhindern.

7.3.2 Lösung

Suche mit MSCONFIG.EXE unter "Statische VXDs" den Eintrag "NDIS", und deaktiviere den Treiber. Falls das Problem behoben ist, findest Du unter:
http://support.microsoft.com/support/kb/articles/Q243/1/99.ASP (Der Treiber: Download German now)
weitere Infos und Hinweise auf ein Update für NDIS. VXD. Nach dem Update kannst du mit MSCONFIG.EXE die VXD-Datei wieder aktivieren.

7.4.0 Hardware und Treiber verhindern Herunterfahren

7.4.1 Ursache

Hast Du mit dem Problem auf Deinem PC von Anfang an zu tun gehabt und/oder lässt es sich durch die Methoden aus dem vorigen Tipp nicht beheben? Dann liegt die Ursache wohl in einer fehlerhaften Ressourcen-Vergabe, einem Hardware-Treiber oder Konflikten mit dem Power Management.

7.4.2 Lösung

Hier hilft nur Ausprobieren - wir beginnen mit den einfachsten Möglichkeiten. Für Win98SE findest Du unter:
http://www.microsoft.com/windows98/downloads/contents/WURecommended/S_WUFeatured/Win98SE/Default.asp
einen Patch (502 KB). Er soll ein Problem beim Herunterfahren beheben, das durch einen Fehler in der Datei CONFIGMG.VXD ausgelöst wird.

Ersetze möglichst sämtliche Treiber durch die neuesten Versionen. Du findest diese auf den Internet-Seiten der Hardware-Hersteller - meist unter dem Stichwort "Support"

7.5.0 Unter Win98(SE) und ME fährt der Rechner schneller herunter als unter Win95

7.5.1 Ursache

Dabei kann es vorkommen, dass Abläufe durcheinander geraten, weil das System nicht genug Zeit hat, den Cache-Inhalt auf die Festplatte zu schreiben.

7.5.2 Lösung

Starte deshalb MSCONFIG.EXE. Unter "Allgemein, Erweitert" findest Du die Option "Schnelles Herunterfahren deaktivieren". Setze ein Häkchen neben diese Option, und starte den Rechner neu.

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7.6.0 Konfliktforschung

Mit folgenden Tipps solltest Du vorsichtig umgehen. Probiere jede Einstellung einzeln aus, und setze sie - sofern untauglich - sofort wieder zurück.

7.6.1 Ursache

Jeder dieser Lösungsansätze verlangt einen Neustart des Rechners.

7.6.2 Lösung

Prüfe zunächst, ob zwischen den installierten Hardwarekomponenten Konflikte bestehen. Starte dazu MSINFO32.EXE und hier den Zweig "Hardwareressourcen". Unter "Konflikte/Freigabe" erhälst Du Infos über Konflikte, die Windows von sich aus erkennt. Auch wenn MSINFO32.EXE keine Konflikte meldet, solltest Du sicherheitshalber noch unter "IRQs" und "E/A" nach doppelt belegten Interrupts oder I/O-Anschlüssen suchen. Sollten zwei Karten denselben IRQ belegen, schalte eine davon im Geräte-Manager (unter "Systemsteuerung, System") ab, indem Du dort deren Eigenschaften aufrufst und das Häkchen vor "In diesem Hardwareprofil deaktivieren" setzt. Starte den PC neu, und fahre ihn anschliessend wieder herunter, um zu sehen, ob das Problem gelöst ist. Ist das der Fall, solltest Du versuchen, die deaktivierte Karte in einen anderen freien Steckplatz zu befördern, damit ihr das Bios einen freien IRQ zuweist.
Anm.: Der Eintrag "IRQ-Holder für PCI-Steuerung" erscheint, sofern überhaupt vorhanden, immer doppelt.

7.7.0 Power Management

7.7.1 Ursache

Eine weitere Fehlerquelle liegt im Power Management.

7.7.2 Lösung

Sowohl die APM- als auch die ACPI-Unterstützung lässt sich im Geräte-Manager über "Eigenschaften" > "In diesem Hardwareprofil deaktivieren" und "Unterstützung für Advanced Power Management" abschalten.

7.8.0 Plug & Play (I)

7.8.1 Ursache

Bei älteren Hauptplatinen klappt manchmal die Plug&Play-Konfiguration nicht.

7.8.2 Lösung

Prüfe im Geräte-Manager nacheinander folgende "Systemkomponenten", und deaktiviere einzeln: "PCI-Bus, IRQSteuerung, IRQ-Steuerung verwenden" und "Plug & Play BlOS, Einstellungen, NVRAM / ESCD-Updates". Wenn Du bei einer dieser Komponenten den Fehler findest, solltest Du ein Bios-Update probieren.

7.9.0 Plug & Play (II)

7.9.1 Ursache

Windows hat Probleme mit dem Plug&Play-BIOS.

7.9.2 Lösung

Hat auch ein Bios-Update nichts genützt, kannst Du Windows komplett verbieten, auf das Plug&Play-Bios zuzugreifen. Wechsle dazu nach dem Rechner-Start mit <F8> sofort in den DOS-Modus, und deaktiviere mit "ren %winbootdir%\system\bios.vxd bios.vx_" den virtuellen Treiber. Künftig kümmert sich Windows selbst um das Thema Plug & Play.

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